Akku-Pflegehinweise für E-Bikes

Die Lagerung

Wenn ein Akku auf längere Sicht nicht benutzt wird, darf er auf keinen Fall komplett voll- oder entladen gelagert werden. Denn durch solch eine Lagerung kann es zu Schäden kommen, die nicht mehr reparabel sind. Im Allgemeinen haben Lithium-Ionen-Akkus sehr geringe Selbstentladungswerte, diese liegen pro Monat bei ca. 1-2%. Daher eignen sie sich sehr gut für eine langfristige Lagerung.

Unsere Empfehlung für Sie:
Lagern Sie Ihren E-Bike-Akku mit einem Akkustand zwischen 30 und 50% ein. Die Ideal-Temperatur des Lagerungsraums liegt zwischen 15 und 25 Grad. Demnach können alle Lithium-Ionen-Akkus bis zum nächsten Gebrauch gut bei Zimmertemperaturgelagert werden.

Die Lebensdauer

Grundsätzlich gibt es keine allgemeine Aussage zur Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus, allerdings unterliegt dieser – genauso wie alle anderen Akkus – einer natürlichen Alterung: Umwelteinflüsse, Pflege und Lagerung sind bedeutsame Faktoren für die Lebensdauer. Ein Kapazitätsverlust ist das erste Anzeichen, dass der Akku langsam in Reparatur gegeben werden muss.

Zyklenzahl & Zellalterung

E-Bike-Akku-Hersteller teilen dem Verbraucher mit, dass die Ladezyklenzahl über die ungefähre Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus bestimmt. Mit der richtigen Pflege und Lagerung hält er beispielsweise 500 – 800 Ladezyklen, demnach ca. 10 Jahre. Optimale Lagerungs- und Pflegebedingungen sind aber selten gegeben, daher liegt die durchschnittliche Lebensdauer bei 4-6 Jahren.

Die Ladezyklenzahl wird zum einen durch die Zellalterung und zum anderen durch die Nutzung bestimmt. Die Akku-Alterung setzt sich hierbei aus der Zyklenzahl sowie aus der kalendarischen Lebensdauer zusammen. Letzteres steht in Bezug auf die Akku-Alterung allein durch die Lagerung. Selbst wenn der Lithium-Ionen-Akku nicht genutzt wird, verliert er an Kapazität. Bei der Lagerung eines älteren Akkus ist es sogar möglich, dass er bis zu 4% Kapazität pro Jahr verliert.

Die Ladezyklen & Ladezeiten

Die Ladezeit eines E-Bike-Akkus steht in Abhängigkeit zur Anzahl der Lade- und Entladezyklen (Herstellerangabe) bzw. der Lade- und Entladeströme und der Temperatur. Ein Ladezyklus steht für eine komplette Aufladung und eine vollständige Entladung des Akkus.

In der Realität kommt es nicht oft zu einem Akkustand von 0% und einer anschließenden Aufladung bis zu 100%. Infolgedessen finden des Öfteren sogenannte Teilladungen statt, z.B. von 35% auf 87%. Die Teilladung erfüllt nicht einen Ladezyklus, daher addieren sich die Teilladungen letztendlich zu vollständigen Ladezyklen.

Unbegrenztes Laden

Im Großen und Ganzen können E-Bike-Akkus unbegrenzt am Ladegerät angeschlossen bleiben. Denn das integrierte Batterie-Management-System (BMS), eine elektronische Batterieüberwachung und -regelung, verhindert eine Zell-Überladung. Der Nachteil: Das Ladegerät verbraucht Strom und sorgt für eine hohe Stromrechnung am Jahresende.

Sie sollten außerdem darauf achten, dass das Ladegerät nicht feucht oder gar nass wird, denn dann besteht die Gefahr eines Kurzschlusses, die für ein defektes Ladegerät sorgen.

Formel für die Berechnung der Ladezeit

Die Ladedauer für einen E-Bike-Akku lässt sich spielend leicht berechnen:

Zum Beispiel beträgt die Kapazität des Akkus 14 Ah und das Ladegerät einen Ladestrom von 2 Amp:
14 Ah / 2 Amp = 7 Stunden Ladezeit

Wichtig: Bei der Reparatur bzw. eines Zellentauschs des Akkus, benötigt dieser vier bis fünf komplette Ladezyklen, bis die Zellen die volle Kapazität erlangen. Der Grund hierfür, die neuen, eingebauten Zellen müssen sich mit dem BMS selektieren.